Komfortlüftung

Eine Komfortlüftung ist eine einfache Lüftungsanlage. Sie sorgt für eine hygienische angemessene Lufterneuerung. Die Komfortlüftung hat keine aktive Heiz-, Kühl- oder Befeuchtungsfunktion und verwendet keine Umluft. Der sommerliche Wärmeschutz muss unabhängig von der Komfortlüftung gelöst werden.

Neben einer guten (aussen liegenden) Beschattung gehört typischerweise eine Nachtauskühlung mit Fensterlüftung dazu. Falls Fenster in Sommernächten nicht geöffnet werden können (z. B. Lärm, Wohnungen für Allergiker) muss eine alternative Lösung für den Wärmeabtransport realisiert werden.

Das kann eine Komfortlüftung:

  • Luft gleichmässig und dem hygienischen Bedarf entsprechend erneuern.
  • Feuchte sowie übliche Gerüche und Baustoffemissionen kontinuierlich abführen.
  • bei gesicherter Lufterneuerung vor Aussenlärm schützen.
  • Staub und Pollen zurückhalten.
  • die Lufterneuerung bei allen Wetterlagen gewährleisten.

Das kann eine Komfortlüftung nicht:

  • Die Komfortlüftung ist keine Klimaanlage oder Luftheizung, sie ersetzt den Wärmeschutz nicht.
  • Sie kann das Einhalten von Feuchtegrenzwerten nicht garantieren. Diese hängen massgebend vom Benutzerverhalten ab. Geräte mit Feuchterückgewinnung können die Feuchteregelung unterstützen.
  • Sie kann weder die Gefährdung durch Passivrauchen noch Geruchsbelästigungen verhindern.
  • Sie kann Aussengerüche (Cheminéerauch, Landwirtschaft) meist nicht zurückhalten.

Berechnung der Zuluft

Der Zuluftvolumenstrom wird in Wohnungen anhand der Anzahl Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer festgelegt. In jedem Zimmer wird Zuluft zugeführt, das gilt nicht für Zimmer, die im Durchströmbereich liegen.

Faustregel: Jedes Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer erhält 30 m3/h Zuluft.

 

Minimaler Abluftvolumenstrom

für den kontinuierlichen Betrieb (Normalbetrieb)

Raum Abluftvolumenstrom
Küche (Raumabluft) 40 m3/h
Bad, Dusche 40 m3/h
WC (ohne Dusche) 20 m3/h